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Wird der amerikanische Präsident manipuliert? 16. Januar 2019
von PFIFF

Die erfahrene Journalistin Grace arbeitet für ein New Yorker Blatt. Sie hat Kontakt mit der geschiedenen, erfolgreichen Ehefrau eines amerikanischen Politikers, der gerade im Wahlkampf um das Amt des amerikanischen Präsidenten steht.
Grace gestaltet schon länger eine Kolumne mit Elena und möchte nun ein Buch über sie schreiben. Doch als Grace mehr über Elenas Vergangenheit, die Flucht aus der Tschechoslowakei und ihre Karriere wissen will, blockiert Elena ab und trennt sich abrupt von ihr.
Doch Grace lässt nicht locker. Ihre Journalistennase führt sie in Archive, die leer geräumt scheinen, zu ehemaligen Freunden von Elena, die unangenehm berührt sind von den Fragen. Uns schließlich beginnt eine Hetzjagd auf sie, durch Europa und Amerika.
Wer steckt dahinter?- Der ehemalige KGB?- Was darf die Öffentlichkeit nicht erfahren?
Der ungenannte Autor beruft sich auf bekannte, historische Abläufe und stellt einige Protagonisten derart bildlich dar, dass man die realen Personen gut erkennen kann.
Interessant ist, dass Vieles wahr sein kann, aber nicht mehr beweisbar. Auf jeden Fall sind die Schlußfolgerungen des Autors packend und einleuchtend.
Raffiniert und spannend.

Flucht in die Schären
von Viveca Sten
Häusliche Gewalt an Frauen und mögliche Ursachen 16. Januar 2019
von PFIFF

Andreis Kovac droht eine Strafverfolgung wegen Steuerhinterziehung. Doch das ist nicht sein einziges Problem. Er misshandelt seine Frau Mina seit Jahren und wird immer brutaler. Sie traut sich nicht, ihn anzuzeigen, und hofft immer wieder auf eine Besserung ihrer Beziehung, in erster Linie wegen des drei Monate alten Sohnes.
Doch als bei einer neuerlichen Attacke der Vertraute Andreis die Szene beobachtet und den Notruf wählt, beginnt alles ausser Kontrolle zu geraten. Der gefinkelten Anwältin Andreis gelingt es zwar kurzfristig, ihn aus der Schusslinie zu halten. Aber Andreis reitet sich mit seiner aggressiven, unbeherrschten und brutalen Art immer mehr in die Bredouille.
Mina wird in ein verstecktes Frauenhaus auf den Schären gebracht. Andreis bedroht ihre Eltern, ihren Rechtsbeistand und alle Menschen, die ihr helfen.
Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Findet Andreis Mina, bevor er dingfest gemacht und angeklagt werden kann?
Spannend und mitreissend.

Die Farben des Feuers
von Pierre Lemaitre
Eine fesselnde Geschichte um Verrat und Intrige 15. Januar 2019
Pierre Lemaitre entführt uns in das Frankreich der Zwischenkriegszeit. Die Armen sind nach wie vor arm und die Reichen werden immer reicher. Die Privatbank Péricourt gehört ebenfalls zu den Gewinnern. Doch mit dem Tod des Patriarchen 1927 wendet sich das Blatt, zumal sich, während der Trauerzug am Palais Péricourt vorbeizieht, die persönliche Tragödie seiner Tochter Madelaine ereignet: Ihr siebenjähriger Sohn Paul stürzt aus einem der oberen Stockwerke und bleibt schwer verletzt auf dem Sarg seines Großvaters liegen. Paul überlebt, ist aber querschnittgelähmt. Madeleine muss all ihre Kraft in die Betreuung ihres Kindes stecken und ahnt nicht, dass ihre Vertrauten sie schändlich hintergehen.

Letztendlich ist das Vermögen aufgrund einer gewagten Spekulation ihres Bankvorstandes genauso verloren wie das Palais und die Bank. Einzig die polnisch sprechende Pflegerin hält noch zu Madelaine und ihrem Sohn.

Als Madelaine hinter die Drahtzieher dieser Machenschaften kommt, begibt sie sich auf einen subtilen Rachefeldzug.

Meine Meinung:

?Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird.?

Mit dieser Redewendung kann Madelaines Wandlung von der behüteten Tochter zur starken, überlegten Frau bestens umschreiben. Es dauert eine Weile bis Madelaine ihre Widersacher und deren wunde Punkte ausfindig gemacht hat. Auch der Grund, warum Paul damals aus dem Fenster gestürzt ist, offenbart sich. Alles, was die ehemaligen Vertrauten, Familienmitglieder und Angestellten Madelaine und Paul angetan haben, kommt, um im Bankenjargon zu bleiben, mit Zins und Zinseszins zurück.

Lemaitres Schreibstil ist gewaltig, anspruchsvoll und fordert einige Konzentration, da immer wieder auch die Weltgeschichte eine feste Größe in diesem Roman ist. Die häufigen Perspektivenwechsel machen dieses Buch zu einer fesselnden Lektüre.
Die Charaktere sind ausgefeilt und neigen, wie Madelaine und Paul, zu überraschenden Entwicklungen, die man so nicht für möglich gehalten hat.

Fazit :

Ein großartiges Werk, dem ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung gebe.