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Die vollkommene Lady
von Margery Sharp
beobachten statt reden 25. August 2019
Klappentext

Julia Packett ist die Fröhlichkeit in Person. In London führt sie ein freies, ausgelassenes Leben, nur leise getrübt durch den einen oder anderen finanziellen Engpass. Als ihre Tochter sich nach Jahren wieder bei ihr meldet und sie um Beistand bei der Wahl ihres Ehemanns bittet, lasst Julia mit neu entflammtem Mutterherz alles stehen und liegen, um ihrer Tochter zu Hilfe zu eilen. Kaum in der Luxusvilla in der Haute-Savoie angekommen, begreift Julia jedoch, dass ihre Tochter sich in einen zur Ehe vollig ungeeigneten jungen Mann verliebt hat, denn er ist wie sie selbst, Julia: charmant, aber schwer zu domestizieren. Wie kann es Julia nur gelingen, ihrer Tochter den Verlobten auszureden, ohne ihren eigenen Status als vollkommene Lady zu gefährden? Die Anreise des vornehmen Sir William Waring kompliziert die Situation nur noch weiter. Und schon bald gerat ihr Plan, das Glück ihrer Tochter zu retten, hoffnungslos außer Kontrolle ...

Meinung

Die vollkommene Lady beobachtet viel und redet wenig. Denn sie fühlt sich nicht vollkommen sondern anders. Nicht jeder kann anders sein würdigen, dieser Situation möchte sie entgehen.Deshalb erfindet sie sehr viele Schliche damit man nicht hinter ihre Fassade schauen kann. Selbst ihre Tochter sieht nur dieses Bild bis endlich einer kommt der dahinter schaut und begeistert ist.
Es war interessant zu lesen was und wie die Lady beobachtet und ihre Gedanken dazu. Schön war die Beschreibungen der Lebensumstände (beschränkt auf die Mittelschicht) in England der Jahre zwischen den Weltkriegen. Etwas gestört haben die sich wiederholenden Selbstbetrachtungen der Lady., Das Buch hat einen leisen Humor nicht typisch englisch, sehr angenehm.


Otto
von Dana von Suffrin
vergeudete Lesezeit 25. August 2019
Otto, ein jüdischer pensionierter Ingenieur wird plötzlich zum Pflegefall und er erwartet von seinen erwachsenen Töchtern Timna und Babi, dass sie rund um die Uhr für ihn da sind. Und brave Töchter, die sie sind, stellen die beiden das auch keine Sekunde infrage, dass sie immer sofort zur Stelle sein müssen, wenn "Otto" ruft.
Sie organisieren eine Pflegerin aus Ungarn , die bei Otto einzieht und die fortan ebenfalls wie eine Leibeigene behandelt wird .
In "Otto" von Dana von Suffrin erzählt die Tochter Timna über die Situation jetzt, aber auch über die Vergangenheit der Familie. Ich fand weder die jetzige Situation , noch die Erzählungen aus der Vergangenheit, besonders interessant, muss ich leider zugeben. Mir kam dieses Buch einfach wie eine willkürliche Aneinanderreihung einzelner Erlebnisse der Familie, vor, die aber allesamt einfach nur belanglos waren. Keine der Personen, die in diesem Buch vorkommen, werden mir besonders im Gedächtnis bleiben, denn dafür sind sie alle viel zu blass geblieben.

Otto selbst lernt man natürlich gut kennen und er ist mir im Laufe der Geschichten immer unsympathischer geworden. Und die Töchter , da schüttelte ich beim Lesen einfach nur immer wieder den Kopf, weil ich es nicht fassen konnte, dass man sich so behandeln lässt, ohne auch nur ein einziges Mal dagegen zu protestieren. Aber wahrscheinlich ist das sogar normal so, wenn man von klein auf die Erfahrung macht, dass alles, was der Vater sagt, gemacht werden muss.
Aber die beiden nahmen es ja sogar einfach so hin, dass sie von ihrem Vater zu hören bekamen, sie wären dumm oder dass ihnen noch schlimmere Ausdrücke an den Kopf geknallt wurden. Von Dankbarkeit , dass die Töchter ihn nicht im Stich ließen, egal, wie gemein er oft zu ihnen war, keine Spur.

Außer, dass ich genervt war von Otto, von den Töchtern, von der Pflegerin, hat diese Geschichte leider keine weiteren Empfindungen in mir wecken können. Was eigentlich verwunderlich ist bei dem Thema, um das es ging, denn es ist ja doch eine sehr traurige Situation , wenn der Vater zum Pflegefall wird. Aber die Geschichten in diesem Buch haben mich einfach nicht berührt.

Tödliche Fremde
von Wolfgang Borsich
Spannend und dramatisch 25. August 2019


Ein Krimi, der auf Lanzarote spielt ? darauf war ich sehr neugierig, da ich die Insel selbst kenne. Es hat wirklich Spaß gemacht, all die Orte wieder zu erkennen und zu entdecken und noch einmal (zumindest in Buchform) auf diese besondere Insel zu reisen. Gleichzeitig war das Buch wirklich spannend und unterhaltsam, ich habe es ziemlich ?durchgefressen?. Ich hatte zu Anfang des zweiten Teils eine Idee, wie alles zusammenhängen könnte. Bis ins Letzte ist das aber nicht geklärt für mich. Denn einen Punkt Abzug gibt es dafür, dass der Fall am Ende nicht wirklich gelöst ist und man einen fiesen Cliffhanger vor sich hat. Das Ende ist recht abrupt und ich war wie vor den Kopf gestoßen. Sowas hat der geneigte Leser doch gar nicht verdient...

Ich nehme mal an, dass es mindestens einen zweiten Band geben wird. Diesen werde ich auf jeden Fall lesen, weil ich erstens wissen möchte, wie es weitergeht und zweitens wissen möchte, was genau alles passiert ist.

Die Figuren sind sehr detailreich und lebensnah beschrieben, sodass man direkt wie dabei ist. Man fiebert regelrecht mit und muss einfach eine Seite nach der anderen lesen, man kann gar nicht mehr aufhören.

Man merkt auch, dass der Autor die Insel kennt und die Schönheit und das Besondere dieser Landschaft sehr schätzt und bewundert. So entsteht nicht nur Lokalkolorit, sondern ein kleiner Urlaub vor dem geistigen Auge. Gerne mehr davon!