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Drei

Drei

Roman | Dror Mishani

Hardcover
2019 Diogenes
Auflage: 1. Auflage
336 Seiten; 190 mm x 120 mm
ISBN: 978-3-257-07084-2

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Kurztext / Annotation
Über dieses Buch darf man eigentlich nichts verraten.

Langtext
Eine Frau sucht ein wenig Trost, nachdem ihr Mann sie und ihren Sohn verlassen hat. Eine zweite Frau sucht nach einem Zuhause und nach einem Zeichen von Gott, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Eine dritte Frau sucht etwas ganz anderes. Sie alle finden denselben Mann. Es gibt vieles, was sie nicht über ihn wissen, denn er sagt ihnen nicht die Wahrheit. Aber auch er weiß nicht alles über sie.

Dror Mishani, geboren 1975 in Cholon bei Tel Aviv, wurde mit seinen Kriminalromanen rund um Inspektor Avi Avraham international bekannt. Neben dem Schreiben ist er Literaturwissenschaftler, sein Spezialgebiet ist die Geschichte der Kriminalliteratur. Mit 'Drei' gelang Dror Mishani der Durchbruch, der Roman wurde in Israel zu einem Mega-Bestseller und einem literarischen Phänomen, eine Verfilmung ist geplant. Dror Mishani lebt mit seiner Familie in Tel Aviv.


Drei - unaufgeregt spannend 16. September 2019
Dror Mishani ist mit dem Buch "Drei" eine wirklich außergewöhnliche Kriminalgeschichte gelungen. Das Buch gliedert sich in drei Teile, die unabhängig voneinander spielen. Die zunächst einzige Verbindung ist Gil.
Den ersten Teil fand ich sehr langatmig und zäh, ich wusste nicht recht, in welche Richtung dich das Buch entwickeln wird. Umso mehr hat mich das Ende von Teil eins überrascht. Danach nahm die Handlung mit dem zweiten Teil etwas mehr Fahrt auf, blieb aber dennoch ruhig und unaufgeregt in der Erzählweise. So verhielt es sich auch im dritten Teil, obwohl die Sprache hier eindringlicher wurde und auch die Handlung schneller lief.
Insgesamt hat mich das Buch auf ganzer Linie überrascht - wirklich begeistert bin ich aber dennoch nicht. Dazu hat mir ein wenig Schwung gefehlt und auch zu Beginn mehr Spannungsaufbau wäre wünschenswet gewesen. Aber auch gerade in der eher zurückhaltenden Art, die stetigen Wendungen und Unvorhersehbarkeiten darzustellen, liegt ein gewisser Reiz.
"Drei" ist ein Buch, das extrem unaufgeregt eine brisante Story erzählt, dabei ein genaues Ende in meinen Augen leider auslässt, so dass ich immer noch einige Puzzlestücke im Kopf habe.
atemraubend 13. September 2019
Dieses Buch hat mich zu tiefst beeindruckt, da es mich so gefesselt hat, wie sonst kein Buch in jüngster Vergangenheit. Es handelt von drei Frauen, die überhaupt nichts gemeinsam haben und dennoch in einer geheimnisvollen Verbindung zueinander stehen. Denn alle kennen den Anwalt Gil. Ich möchte nicht zu viel von der Handlung verraten, denn es wäre schade, wenn andere Leser nicht den gleichen Aha-Effekt wie ich am Ende hätten. Es ist wunderbar geschrieben, die Sprache ist sehr ansprechend und sehr literarisch. Es hat sich auch anfangs gar nicht wie ein Krimi gelesen oder angefühlt, deshalb fand ich es besonders gut! Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen und bin sehr begeistert von dieser Entdeckung!
Hohe Erwartungen 03. September 2019
Orna ist eine alleinerziehende Mutter, die die Trennung von ihrem Mann noch nicht überwunden hat. Sie lebt jetzt mit dem gemeinsamen Sohn allein in Tel Aviv, während der Ex in Nepal mit einer neuen Frau und deren Kindern lebt. Das macht die Sache nicht besser, in Orna grollt die ganze Zeit die Wut und sie kann nicht mit der Sache abschließen. Vor allem weil der Sohn darunter leidet, wenn der Vater sich nicht meldet. Orna lernt über ein Dating Portal einen neuen Mann kennen, ist aber eher halbherzig bei der Sache.

Im Laufe des Buches lernen wir auch noch zwei andere Frauen kennen: Emilia, die aus Lettland nach Israel gekommen ist, um als Pflegekraft zu arbeiten. Und Ella, Mutter von drei Kindern, auf der Suche nach einer kleinen Auszeit von ihrem Alltag.

Der Verlag schreibt: ?Über dieses Buch darf man eigentlich nichts verraten? und das stimmt, denn es gibt sehr unerwartete Wendungen. Eines kann ich vielleicht verraten: der Autor hat vorher einige Krimis veröffentlicht und auch wenn hier nicht Krimi drauf steht geht es doch in die Richtung.

Was ich mochte an dem Buch war die Zeichnung der Frauen. Vor allem Orna und Emilia sind mir sehr nahe gekommen und man konnte ihre Wut und Verzweiflung gut nachvollziehen. Wobei Orna dabei nicht immer sehr sympathisch war. Ich mochte auch das Israel Feeling in Hintergrund, den Schauplatz Tel Aviv.
Aber leider muss ich auch sagen, dass ich mich beim Lesen gelangweilt habe. Ja, die Wendungen sind krass und unerwartet, aber der Weg dahin ist manchmal zäh. Das letzte Drittel des Buchs war am spannendsten, aber man konnte das Ende auch ein wenig ahnen.

Ich habe noch einige Kritikpunkte, die ich aber nicht nennen kann ohne zu spoilern. Ich drücke es mal so aus: manche Personen bleiben dem Leser sehr fremd und man versteht nicht unbedingt ihre Motive.

Aber andere Leser empfinden das vielleicht anders. Ich würde das Buch Leuten empfehlen, die Girl on the Train mochten. Das geht in eine ähnliche Richtung.